01 Mai Erasmus+ Mobilitätsprogramm, Besuch in Finnsnes, Nordnorwegen im April 2026
Zwölf Schülerinnen und Schüler, sechs Auszubildende aus der KFZ-Technik und sechs aus dem 12. Jahrgang des BGTs, sowie zwei begleitende Lehrkräfte /Alexander Kamrath und Christin Huke) hatten die Möglichkeit, durch das EU-finanzierte Erasmus+-Programm eine Woche in Nordnorwegen zu verbringen und dort durch unserer Austausch-Schule, der Senja videregaende skole in Finnsnes, die Kultur, das (Schul)leben und die wunderschöne Natur kennenzulernen und zu erleben.
Nach einer langen Reise mit dem Flugzeug von Hannover nach Frankfurt, von Frankfurt nach Tromsö und von dort mit dem Schnellboot nach Finnsnes, kamen wir abends an und wurden von den norwegischen Kolleg:innen herzlich in Empfang genommen. Wir bezogen die Zimmer in der boarding school, aßen dort zu Abend und sanken sehr müde ins Bett.
In den darauffolgenden Tagen lernten wir die norwegischen Austausch-Schüler:innen kennen, die Schule mit ihren Unterrichtsräumen, Werkstätten, Fahrzeugen etc. Die norwegische Geschichte und auch die gemeinsame Geschichte in der Zeit des 2. Weltkriegs wurde deutlich, da auch Nord-Norwegen von Deutschland besetzt war und hier sehr viele Bunker-Anlagen, Kanonen u.A. bis heute existieren und an unglaublich vielen Orten sichtbar sind. Wir besuchten Tromsö, sahen dort die Eismeer-Kathedrale, erkundeten im Polar-Museum Polaris die Tierwelt der Polarregion und besuchten die nördlichste Brauerei Norwegens. Auch skifahren und rodeln standen auf dem Programm in Verbindung mit Barbeque. Die wunderschöne und beeindruckende Natur, die dort allgegenwärtig ist, genossen wir bei einer eintägigen Rundtour um die Insel Senja, die alle Landschaften Norwegens in sich vereint. Einige mutige Wasserratten hüpften bei dieser Gelegenheit in das 2,5 °C kalte Polarmeer-Wasser und spüren die Erfrischung bis heute.
Eine der wichtigsten norwegischen Wirtschaftszweige ist die Lachszucht, die in den Fjorden ihre Zuchtanlagen haben. Wir hatten die Gelegenheit, Salmar, die zweitgrößte Firma dieser Art, in mehrfacher Hinsicht kennenzulernen: Die Lachs-Produktion und -Weiterverarbeitung und die Zuchtanlagen, zu denen wir mit einem RHIB-Schnellboot bei schönstem Sonnenschein und 80 km/h hinausgefahren wurden. Auch kochten wir mit den norwegischen Schüler:innen im Salmar-Besucherzentrum zusammen und aßen Lachs-Wraps.
In der Schule hatten unsere Schüler:innen die Möglichkeit, einen Schweißkurs zu absolvieren und haben diesen erfolgreich mit einem Zertifikat abgeschlossen. Da unsere Austauschschule viele Schwerpunkte hat, konnten wir neben dem technischen Schwerpunkt auch die blue and green agriculture in der Nebenstelle der Schule auf der Insel Senja kennenlernen. Hier haben wir die Stallungen mit Rindern, Ziegen und Schafen besucht und sind mit den beiden schuleigenen Booten hinausgefahren, um Kabeljau zu angeln.
Wir bekamen auch noch drei Bonus-Tage dazu, sodass aus sieben Tagen zehn wurden: Die Lufthansa-Streiks machten eine Rückreise zum geplanten Zeitpunkt unmöglich. Dank unserer sehr gelassenen, hilfsbereiten und flexiblen Kolleg:innen war das aber kein Problem.
Es gäbe noch soviel mehr zu erzählen. Nordnorwegen hat uns mit seiner Natur beeindruckt und mit seinen Menschen und deren Liebenswürdigkeit und Gelassenheit nachhaltig begeistert!
Christin Huke
